Einen Tisch für eine Person, bitte

Helena sitzt elegant gekleidet allein in einem mediterranen Restaurant mit Blick auf das Meer.

Heute Nachmittag stand ich vor meinem Kleiderschrank und hatte plötzlich Lust, mich richtig schön anzuziehen.

Nicht, weil ich verabredet war.

Ich war mit niemandem verabredet.

Einfach so.

Also schwarzes Kleid.

Haare gemacht.

Ein bisschen Schmuck.

Und raus.

Am Hafen hatte ich vor ein paar Tagen ein Restaurant entdeckt, dessen Terrasse direkt über dem Wasser liegt.

Als ich ankam, fragte der Kellner:

„Für zwei?“

„Nein. Für eine Person.“

Früher fand ich diesen Satz manchmal merkwürdig.

Heute überhaupt nicht mehr.

Ich bekam einen kleinen Tisch direkt am Rand der Terrasse.

Perfekt.

Ich bestellte etwas zu essen und beobachtete die Boote, die langsam in den Hafen zurückkamen.

Am Nebentisch saß ein Paar.

Auf der anderen Seite eine größere Familie.

Und ich saß mittendrin.

Allein.

Aber nicht einsam.

Das ist ein Unterschied, den ich irgendwann lernen musste.

Ich mag Gesellschaft.

Ich mag Männer.

Ich mag Flirten.

Und ich freue mich inzwischen auch sehr über meine neue Freundschaft mit Angelina.

Aber ich brauche keinen Menschen gegenüber von mir, damit ein Abend schön wird.

Vielleicht musste ich 45 werden, um das wirklich zu verstehen.

Und falls ihr euch fragt, ob man ein schwarzes Kleid nur für sich selbst anziehen darf:

Unbedingt.

Und du?

Gehst du gern allein essen und genießt die Zeit für dich oder würdest du dich dabei unwohl fühlen?

Schreib mir deine ehrliche Antwort in die Kommentare. 🍷🌊

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