
Heute Morgen kam eine Nachricht von Angelina.
„Kaffee? Ohne Ernesto.“
Darunter ein lachender Smiley.
Meine Antwort:
„Unbedingt.“
Eine halbe Stunde später saßen wir am Hafen.
Ich hatte gerade meinen ersten Schluck genommen, als Angelina mich ansah.
„Und? Was hast du gestern gemacht?“
Ich hätte wissen müssen, dass diese Frage kommt. 😄
Also erzählte ich ihr vom Strand.
Und von der Strandbar.
Den kleinen Flirt habe ich natürlich ebenfalls erwähnt.
„Name?“, fragte sie sofort.
„Keine Ahnung.“
„Telefonnummer?“
„Nein.“
Angelina sah mich an, als hätte ich gerade etwas vollkommen Unverständliches gesagt.
Dann musste sie lachen.
„Du bist wirklich interessant.“
Das nehme ich jetzt einfach mal als Kompliment.
Nach dem Kaffee nahm sie mich mit zu einem kleinen Markt, der einmal in der Woche in der Nähe des Hafens stattfindet.
Eigentlich wollte ich nichts kaufen.
Nach meinem Shoppingtag sollte ich diesen Satz vermutlich nicht mehr verwenden. 😄
Am Ende hatte Angelina eine kleine Keramikschale und ich ein Armband, das ich ganz sicher nicht gebraucht habe.
Wir verbrachten fast den ganzen Vormittag dort.
Und irgendwann fiel mir auf, wie selbstverständlich sich das alles anfühlte.
Vor nicht einmal zwei Wochen bin ich hier angekommen und kannte niemanden.
Jetzt schreibt mir morgens eine Freundin und fragt, ob wir Kaffee trinken gehen.
Vielleicht bedeutet Ankommen manchmal gar nicht, dass man weiß, wo man bleiben möchte.
Vielleicht bedeutet es einfach, dass man plötzlich Menschen hat, bei denen man sich nicht mehr wie eine Fremde fühlt.
Und du?
Genießt du deinen Kaffee lieber ganz in Ruhe für dich oder schmeckt er dir in guter Gesellschaft besser?
Schreib mir deine Wahl in die Kommentare. ☕🌊